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Kino Archiv
Kino 
Regie: Jiri Menzel
Tschechien, Slovakei 2006
Mit: Ivan Barnev, Oldrich Kaiser, Julia Jentsch uva.
Verleih: Farbfilm
Kinostart: 21.08.2008
ICH HABE DEN ENGLISCHEN KÖNIG BEDIENT

Tschechischer Oscar-Beitrag 2008 als Bester fremdsprachiger Film
Fipresci Preis - Berlinale 2007
Tschechischer Filmpreis 2007 - Auszeichnungen in allen Kategorien
Internationales Filmfestival Haifa, Israel 2007 - Auszeichnung
"Cinematic Excellence"


Jan Dite (Ivan Barnev) ist ein kleiner Mann, aber er hat große Pläne. Der tschechische Provinzkellner will Millionär werden.
Reichtum ist seine Obsession. Frauen sind seine Leidenschaft. Arbeit ist seine Religion. Sein Motto ist: Alles sehen, alles hören, nichts sagen. Mit voller Naivität schlittert das Stehauf-Männchen durch die tschechische Geschichte des 20. Jahrhunderts.
Es ist sein Glück, dass er immer Pech hat. Kaum hat seine Karriere im besten Restaurant Prags richtig begonnen, verliebt er sich in die Sudetendeutsche Líza (Julia Jentsch). Deren fanatische Liebe zum Führer bringt ihn zuerst um seinen Job, nach Hitlers Einmarsch zu neuem Ruhm und nach dem Krieg zu Briefmarken im Wert von 15 Millionen.
Als das kommunistische Regime an die Macht kommt will er dorthin, wo alle Millionäre ihr neues Zuhause gefunden haben: ins Gefängnis. Für jede Million ein Jahr Haft. Bei seiner Entlassung ist er ein alter Mann (Oldrich Kaiser) - arm, aber reich an Witz und Erinnerungen.

Der 1938 geborene Jiri Menzel zählt zu den wichtigsten tschechischen Regisseuren. Gleich für seinen ersten Langfilm "Liebe nach Fahrplan" erhielt er 1966 den Oscar für den Besten fremdsprachigen Film. Als Menzel 1969 Bohumil Hrabals Buch "Lerchen am Faden" verfilmte, wurde der Film angesichts der Ereignisse des Prager Frühlings verboten. Menzel erhielt offizielles Filmverbot und musste vorübergehend zum Theater wechseln. Umso größer war die Genugtuung dann, als er 1990 in Berlin den Goldenen Bären für diesen Film entgegen nehmen konnte.
ICH HABE DEN ENGLISCHEN KÖNIG BEDIENT markiert seine enge Zusammenarbeit mit dem Autor Hrabal und unterstreicht einmal mehr seine Art mit Herz und Ironie die Stärken und Schwächen der menschlichen Seele darzustellen.