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Kino 
Regie: Alexander Riedel
Deutschland 2010
Mit: Judith Al Bakri, Ulrike Arnold, Jochen Strodthoff
Verleih: movienet
Kinostart: 02.06.2011
MORGEN DAS LEBEN

Förderpreis Deutscher Film für Bestes Schauspiel Weiblich (Ulrike Arnold) und Bestes Schauspiel Männlich (Jochen Strodthoff).

 

Judith. Ulrike. Jochen. Drei Menschen in einer Großstadt. Drei Menschen, die versuchen ihrer Sehnsucht nachzukommen und auf ein anderes Leben hoffen. Drei Leben, die unterschiedlicher nicht sein können, aber doch eine innere Gemeinsamkeit haben.

Judith, die ehemalige Stewardess, lebt mit ihrem kleinen Sohn alleine in einer neuen Wohnsiedlung am Stadtrand und verdient ihren Lebensunterhalt mit Heimarbeit und Telefonmarkforschung.

Ulrike ist von ihrem Freund verlassen worden und hat gerade ihren sicheren, aber öden Job im Sozialreferat gekündigt, um sich neu zu verwirklichen.

Jochen hofft auf eine Perspektive fern von Gelegenheitsjobs, um sich als Versicherungsvertreter endlich eine eigene Wohnung leisten zu können. Bei allen Dreien scheint das Leben etwas aus den Fugen geraten zu sein und nur aus Vorläufigem zu bestehen. Sie versuchen sich neu zu orientieren, den Alltag positiv zu gestalten, dem Leben einen Sinn zu geben und dabei die Liebe zu finden. 

"Morgen das Leben" porträtiert drei Menschen bei ihrem Versuch aus der ewigen Warteschleife ihres bisherigen Lebens auszubrechen: Einen kleinen oder großen Schritt weiterzugehen in Richtung eines Gefühls von Glück und Erfüllung.

Drei Menschen, die versuchen ihrer Sehnsucht nachzukommen und auf ein anderes Leben hoffen.

 

Ganz natürlich und sensibel erzählt Alexander Riedel ("Draußen Bleiben") in seinem Spielfilmdebüt eine deutsche Großstadtgeschichte. Dabei nutzt er seine Erfahrung als Dokumentarfilmer und lässt mit seiner fiktiven und zugleich authentischen Geschichte eine neuartige Erzählweise entstehen. Riedel inszeniert seine drei Hauptdarsteller mitten im "wahren" Leben, lässt sie Teil haben und verwischt dabei gekonnt die Grenzen zur Fiktionalität. So wird "Morgen das Leben" zu einem Grenzgänger an der Schwelle von Fiktion zur Realität.